Wie kann man Zimmer beschreiben, um dem Gast bei der Entscheidung helfen?

Wie kann man Zimmer beschreiben, um dem Gast bei der Entscheidung helfen?

09 Dezember 2019Julia Kolberg

Unsere Recherchen zum Online-Verhalten von Hotelgästen haben gezeigt, dass sie beunruhigend oft Probleme haben, sich für ein Zimmer zu entscheiden. Wie sollten Sie die Zimmer beschreiben, um den Gästen die Entscheidung zu erleichtern und sie dazu zu bringen, häufiger Zimmer mit höherem Standard zu wählen?

Ein sehr spezifisches Muster ergibt sich häufig aus unseren Studien zum Online-Verhalten von Hotelgästen. Nämlich: die Gäste werden die Webseiten mit Details über verschiedene Typen von Zimmern besuchen und mehrmals diejenigen wiederbesuchen, die sie bereits gesehen haben. Am Ende wählen sie den günstigsten Zimmertyp (falls vorhanden).

Websites, die es schaffen, mühelos Gäste bei ihren Entscheidungen zu unterstützen, weisen einige charakteristische Merkmale auf:

Zunächst werden die wichtigsten Merkmale eines Zimmers, insbesondere die Zimmergröße und die maximale Anzahl der Gäste, deutlich hervorgehoben. Bettenkonfiguration, Zustellbettoptionen und Klimaanlage sind ebenfalls wichtig. Jedes Hotel hat eine etwas andere Liste, die auch Details wie die Fensteransicht oder das Vorhandensein eines Balkons enthalten kann.

Es ist von entscheidender Bedeutung, solche Merkmale bereits in der ersten Listenansicht aller Räume deutlich zu kennzeichnen. Hier können wir, Profitroom, den Hoteliers helfen, indem wir ihre Zimmerliste richtig gestalten.

Die Liste sollte nur die wichtigsten Merkmale in einer übersichtlichen Form ohne unnötigen Text enthalten. Gäste sollten eine solche Beschreibung nicht lesen müssen – es reicht aus, sie zu überfliegen, um die Hauptmerkmale der Zimmer kennenzulernen und sie zu vergleichen.

Hier ist ein Beispiel dafür, wie es aussehen könnte:

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Auf nur einen Blick erkennen Sie die Unterschiede zwischen den Zimmern – und sehen, welche tollen Zusatzmerkmale das teurere Zimmer bietet.

Wenn Sie aber die Hauptmerkmale der Zimmer nicht in das System hinzufügen, werden diese nicht in der Liste aufgeführt! Falls Ihre Website es Ihnen ermöglicht längere Textfolgen in der Zimmerliste zu veröffentlichen, lohnt es sich auf keinen Fall, diese Option zu Gunsten der Schlüsselwörter zu verwenden. Wenn Sie sich bemühen und alle wichtigen Merkmale in das System integrieren, können Sie diese immer wieder verwenden. Ihre Gäste werden Ihnen dafür mit mehr Reservierungen zurückzahlen.

Wenn die Gäste die Zimmerliste durchsuchen, möchten sie nur Zimmer vergleichen, und längere Texte verdecken nur das Bild.

Wenn Sie nicht auf einen Text verzichten können (weil beispielsweise die Räume einen einzigartigen Charakter haben, der aufgezeigt werden soll), sollte die Beschreibung die maximale Länge einer SMS-Nachricht nicht überschreiten, d.h. 160 Zeichen. Es sollte ungefähr so aussehen:

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Die Hauptmerkmale sind natürlich wichtig, aber nicht alles. Die Zimmer sollten auch in der Zimmeransicht in einer detaillierten Form beschrieben werden. Das gibt Ihnen Gelegenheit mit Wortmagie zu zaubern. Leider nutzen rund 70% aller Hoteliers die Gelegenheit nicht und begrenzen sich nur auf oberflächliche Beschreibungen.

Wie sollte man Zimmer beschreiben?

Es lohnt sich, die Hauptmerkmale eines Zimmers von der Zimmerliste zu wiederholen. Sie sollten oben auf der Webseite angezeigt werden und für die Gäste gut sichtbar sein, damit sie keine Zeit damit verbringen müssen, nach den wichtigsten Merkmalen zu suchen.

Womit sollten Sie bei Zimmerbeschreibungen anfangen?

Beginnen Sie mit dem Brainstorming und notieren Sie sich alle Informationen, von denen Sie glauben, dass sie für die Gäste wichtig und interessant sind. Sprechen Sie mit den Mitarbeitern an der Rezeption – sie wissen, worum die Gäste bitten und welche Argumente positive Entscheidungen beeinflussen.
Beginnen Sie noch nicht mit dem Schreiben! Teilen Sie zunächst alle Merkmale in drei Gruppen ein – von den wichtigsten bis zu den unwichtigsten.

Die erste Gruppe sollte die Merkmale enthalten, die die einzigartigen Eigenschaften und die Atmosphäre Ihres Hotels gut beschreiben. Was sind die Unterscheidungsmerkmale, die Sie hervorheben möchten, und die Ihr Hotel von anderen Hotels abheben? Zum Beispiel könnte es sich bei einem historischen Gebäude um einen kurzen Verweis auf seine Geschichte handeln.

Die zweite Gruppe enthält alle wichtigen Informationen zu Zimmereinrichtung und Ausstattung, sowie zu den Aufenthaltsbedingungen (Zusatzleistungen, Serviceangebot, Haustiere-, Kinder- und Stornierungsrichtlinien) – das sind die Details, nach denen die Gäste fragen.

Alle anderen Informationen, die nicht in die beiden oben genannten Gruppen passen, bilden die dritte Kategorie. Sie enthält Beschreibungen dessen, was die Gäste auf den Fotos sehen können („in zwei Stilrichtungen eingerichtet – klassisch und modern, in Braun- und Goldtönen mit Akzenten in Grün, Beige und Orange“) sowie Aussagen wie „Wir legen großen Wert darauf, wenn es um den Standard unserer Zimmer geht.”.

Die Informationen aus der ersten Gruppe sollten direkt nach den Hauptmerkmalen des Zimmers platziert werden. Sie können mit einem Foto illustriert werden. Dann kommen die Informationen aus der zweiten Gruppe. Die dritte Gruppe sollte ganz weggelassen werden – eine lange Beschreibung wird die Gäste davon abhalten, den Text zu lesen.

Wie füge ich alles zusammen?

Dies ist von entscheidender Bedeutung. Unsere Forschung zeigt auch, dass Hotelgäste keine Textblöcke lesen. Stattdessen funktioniert eine kurze Liste mit Aufzählungszeichen, wobei die wichtigsten Fragmente fett gedruckt sind :

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Stellen Sie sicher, dass Ihre Beschreibungen kurz und zutreffend sind. Wenn ein Text fertig ist, verkürzen Sie ihn um ein Drittel. Bitten Sie dann jemanden, ihn zu bearbeiten und um ein weiteres Drittel zu kürzen. Betrachten Sie jedes Wort – enthält es nützliche Informationen? Denken Sie daran, dass Hotelgäste keine langen und bedeutungslosen Beschreibungen lesen möchten.

Was ist mit Bildern?

Bilder sollten all das zeigen, was mit Worten schwer zu beschreiben ist (Stil, Farben , Räume, Atmosphäre) und umgekehrt – die lexikalische Beschreibung sollte alle Informationen enthalten, die Bilder nicht vermitteln können. Grafiken und Texte sollten unterschiedliche Arten von Informationen vermitteln.

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