Gegen den Corona-Blues: 5 Marketing Tipps für Hoteliers

Gegen den Corona-Blues: 5 Marketing Tipps für Hoteliers

22 März 2021Aaron Quinn

Auch in diesem Jahr können wir erwarten, dass Staycations, und damit inländische Hotelreservierungen, wieder einen Boom erleben werden. Mit den fortschreitenden Impfungen und bevorstehenden Lockerungen, blickt die Hotellerie hoffnungsvoll auf die Sommerzeit.

Neue, kreative Ansätze sind jetzt besonders gefragt, um optimal auf den Restart vorbereitet zu sein und Einnahmen bestmöglich zu sichern. Wie also gelingt die Vermarktung eines Hotels, wenn der Betrieb seit so langer Zeit stark runtergefahren ist?

Wie hat sich Ihre Zielgruppe während der Pandemie verändert?

Durch Corona-bedingte Beschränkungen müssen bisherige Zielgruppen sorgfältig re-evaluiert und neu definiert werden. Wir können seit der Pandemie beobachten, dass für Hoteliers unterschiedlicher Häuser die folgenden die wichtigsten Gästesegmente sind: 

  • Stammgäste
  • Heimische Gäste
  • Lokale Gäste

Die richtige Zielgruppe zu definieren ist für eine gezielte Vertriebsstrategie und Marketingkampagnen unerlässlich. Konzentrieren Sie sich auf Ihre spezifischen Zielgruppen, können Sie gezielter kurz-, mittel- und langfristig planen.

1. Staycations

Auch 2021 wird erneut ein Jahr mit Fokus auf heimische Gäste darstellen, da der Inlandstourismus angesichts der anhaltenden Reisebeschränkungen auch weiterhin stark ausgeprägt bleiben wird. Die Beobachtung regionaler Buchungsmuster hilft bei gezielten Marketingaktivitäten, da die Beschränkungen zwischen den Bundesländern auch weiterhin stark variieren können. 

Personalisierte Angebote und Arrangements helfen dabei, die aufkommende Nachfrage zu bedienen. Ein neu zu beobachtender Trend, der auch nach der Pandemie erhalten bleiben wird, sind ‘Workactions’. Dieser Trend richtet sich an Gäste, die Arbeit und Urlaub kombinieren und eröffnet verschiedensten Destinationen ein neues Segment: egal ob Städtehotel oder Wellnessresort – die verstärkte Flexibilität den ‘Arbeitsplatz mitzunehmen’, wird zu verlängerten Aufenthalten in Kombination mit Urlaubs- oder Businessreisen führen. Einige Hoteliers bedienen dieses Segment bereits indem sie beispielsweise arbeitenden Eltern die Betreuung ihrer Kinder anbieten, während diese selbst der Arbeit aus dem ‘home away from home-office’ nachgehen.

Dabei ist zu bedenken, dass die Nachfrage nicht dadurch gestärkt wird, indem die Preise gesenkt werden. Sie ist jetzt vor allem durch ein Gleichgewicht zwischen dem wahrgenommenen Wert der Erfahrung und in Bezug auf Sicherheit und Vertrauen gesteuert. Gäste sind durchaus gewillt mehr zu bezahlen, wenn sie sich in ihrer Einrichtung sicher aufgehoben fühlen und endlich wieder ein Stückchen ‘Normalität’ genießen können. 

2. Sichtbarkeit

Investieren Sie zur Zeit in die Markensichtbarkeit des Hotels? Auch in Zeiten niedriger Buchungsaktivität sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hotel für potentielle Gäste zu finden ist und ihr Interesse nicht von regionaler Konkurrenz verschluckt wird.

Inspirierendes Storytelling in Kombination mit hochwertigen Bildern und Videos helfen Ihnen dabei, die Vorfreude Ihrer Webseitenbesucher auf einen Aufenthalt in Ihrem Hotel zu wecken. Um Ihr Angebot so attraktiv wie möglich an die relevanten Zielgruppen zu bringen, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, in Projekte wie einen Webseiten-Makeover und Video-/Fotoshootings zu investieren. Und wie wäre es damit, den Besuchern Ihrer Webseite eine virtuelle Tour durch Ihr Hotel anzubieten?

Marburger-Hof
Preisverdächtig: die Webseite des Marburger Hof Hotels 

Und vergessen Sie nicht, Ihre Webseite regelmäßig mit Informationen und attraktiven Angeboten zu aktualisieren. Sind Ihre Angebote für den Sommer und Herbst bereits hochgeladen? Und haben Sie alle Preise für dieses Jahr veröffentlicht? Wenn Sie die Option flexibler Stornierungen anbieten lohnt es sich bereits jetzt, Frühbucher-Angebote auch für später in diesem Jahr zu bewerben.

3. Personalisierung

Potentielle, sowie wiederkehrende Gäste erwarten personalisierte Angebote – passen Sie diese also an demographische Merkmale und Ihre Zielgruppen an. Nutzen Sie dafür bewusst alle Annehmlichkeiten die Ihre Einrichtung bieten kann und schauen Sie dabei auch über den Tellerrand hinaus: gibt es beispielsweise Partner in Ihrer Region, mit denen Sie zusammenarbeiten können, um Ihren Gäste ein einzigartiges Erlebnis zu bieten?

Machen Sie sich dafür am Besten die großartigen Möglichkeiten von Marketing Automatisierung, wie z.B. segmentierte Gästedatenbanken, zu nutzen. Ein leistungsstarkes CRM hilft Ihnen dabei, gezielte Werbung effektiv an die richtigen Zielgruppen zu bringen: eine konsolidierte Gästedatenbank zur Pflege langfristiger Gastbeziehungen ermöglicht die Automatisierung der Gast-Kommunikation und Verwaltung von Angebotsanfragen. Eine DSGVO-konforme Datenbank mit Marketing-Einwilligungen bietet zudem eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Gäste zu einem erneuten Besuch zu ermutigen. Auswertungen der Daten unserer Hotelkunden zeigten: Hotels, die ihre Gästedatenbank mit Marketing-Einwilligungen pflegten, verzeichneten nach der ersten Corona-Welle am ehesten wieder Buchungen.

4. Flexibilität und Gutscheine

Die Flexibilität beim Buchen ist besonders in Zeiten der Pandemie für buchenden Gäste äußerst wichtig. Die meisten Online-Drittanbieter ermöglichen flexible Stornierungen; stellen Sie deshalb sicher, dass Ihr direkter Vertriebskanal mindestens genauso wettbewerbsfähig ist!

Schlosshotel
Schlosshotel Dresden-Pillnitz: aktuelle Angebote mit der Option kostenfreier Stornierung 

Bieten Sie zudem die Option an, die sonst restriktive, nicht erstattungsfähige Zimmerrate in einen Gutschein umzuwandeln. Das erleichtert nicht nur die Entscheidungsfindung potentieller Gäste, sondern schützt auch Ihren Cashflow. 

Statistiken der Profitroom Suite machen es deutlich: die durchschnittliche Vorlaufzeit von +70 Tagen steigt gegenüber dem Vorjahr um 518,2%. Durch fehlende Öffnungsperspektiven für Hotels, fluktuierende Infektionszahlen und unklare Regelungen für alle Regionen, buchen Gäste dementsprechend erst für später im Jahr.

Der Vorabverkauf von Leistungen über Geschenkgutscheine kann dabei eine wertvolle zusätzliche Einnahmequelle darstellen, die Ihnen zu sofortigen Einkünften verhelfen kann.

Gartenhotel
Das breit gefächerte Gutscheinangebot des Gartenhotel Heusser

5. Gäste-Kommunikation

Ob über Newsletter und Direktmailings oder die Social Media Kanäle Ihres Hotels – halten Sie Ihre Gäste über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden und bemühen Sie sich darum, sie in einen Dialog mit einzubinden!

Marburger-2
Das Hotel Marburger Hof macht trotz besonderer Umstände Vorfreude auf ein Hotelfrühstück   

Kommunizieren Sie auch weiterhin deutlich die COVID-Sicherheitsmaßnahmen, die Ihr Hotel eingeführt hat.

Sehen Sie in dieser Krise eine Chance und nutzen Sie kreative Konzepte, um Ihr Hotel jetzt perfekt in Szene zu setzen und es so zu positionieren, dass Sie den heimischen Buchungs-Boom rechtzeitig zur Wiedereröffnung nutzen zu können. 

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